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Burnout

Aktualisiert: 4. Jan.

Kerzenhalter mit verlöschender Flamme

Selbstfürsorge schützt vor Burnout

Fühlen Sie sich ständig müde, ausgelaugt oder nicht mehr wirklich „bei sich“? Viele Menschen halten Erschöpfung inzwischen für normal – als unvermeidlichen Begleiter des modernen Lebens. Doch dauerhafte Müdigkeit ist kein Zustand, den man einfach hinnehmen sollte. Sie ist ein Signal Ihres Körpers, das Aufmerksamkeit braucht.


Was ist Burnout?

Burnout ist kein einzelnes Symptom, sondern ein Prozess, der sich oft schleichend über einen längeren Zeitraum entwickelt. Im Zentrum steht das Gefühl, innerlich ausgebrannt zu sein – eine tiefe Erschöpfung und Leere, bei der es kaum noch gelingt, die eigenen Kraftquellen zu regenerieren.

Typische Anzeichen können sein:

  • Konzentrationsstörungen, innere Leere und Lustlosigkeit, die sich auf Freizeit, Familie und Partnerschaft auswirken

  • körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Anspannung oder Kreislaufbeschwerden

  • eine erhöhte Infektanfälligkeit oder das Verstärken bestehender Allergien

  • Prokrastination, innere Trägheit, Entscheidungsunfähigkeit

  • emotionales Essen als Versuch, unangenehme Gefühle zu überdecken

Bleibt Burnout unbeachtet, kann er sich langfristig zu einer Depression entwickeln.


Die Ursachen verstehen

Häufig entsteht Burnout durch chronischen Stress, der nicht nur aus beruflicher Überlastung resultiert. Auch Freizeitstress, dauernde Erreichbarkeit, fehlende Regenerationszeiten, Social Media, permanentes Vergleichen und der Druck zur Selbstoptimierung tragen dazu bei, dass wir unsere eigenen Grenzen übergehen.

Alles im Außen scheint wichtiger als das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse. Warnsignale werden ignoriert – oft so lange, bis Körper und Seele unüberhörbar reagieren.

Der Philosoph Albert Kitzler bringt es so auf den Punkt:

„Für jeden Menschen gilt, dass er innerlich reicher wird, je weniger äußere Dinge er begehrt und je selbstgenügsamer er lebt.“

Ein ständiges Mehr-haben-Wollen führt selten zu Zufriedenheit – oft jedoch zu innerer Unruhe und Erschöpfung.


Echte Selbstfürsorge führt zu Erholung

Viele Menschen hoffen, mit „mehr Schlaf“ oder positivem Denken gegen Erschöpfung anzukommen. Doch wirkliche Regeneration braucht mehr:einen bewussteren Umgang mit sich selbst, das Setzen von Grenzen und Rituale, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen nähren.

Dauerbeschallung durch Nachrichten, Social Media und ständige Ablenkung verhindert Erholung. Erst eine bewusste Begrenzung der eigenen Zeit – für Medien, Termine und Anforderungen – schafft Raum für innere Ordnung.


Sinnstiftende Rituale wiederentdecken

Heute ist viel von Tools, Apps und Methoden die Rede. Alles soll effizient, messbar und schnell wirksam sein. Dabei geraten bewährte Rituale leicht in Vergessenheit – gerade weil sie unspektakulär sind und sich nicht vermarkten lassen.

Dabei liegt in ihnen eine tiefe Kraft:

  • ein ruhiges Frühstück zu Hause statt Kaffee „to go“

  • regelmäßige Mahlzeiten in Ruhe

  • bewusste Erholungszeiten am Wochenende

  • abends früher zur Ruhe kommen – ohne Smartphone

  • Zeiten der Stille, des Innehaltens, des Nicht-Tuns

Diese scheinbar einfachen Rituale fördern Lebensordnung, Erdung und innere Stabilität. Sie verbinden uns mit unserem Körper, unseren Beziehungen und unserem eigenen Rhythmus – und machen uns weniger anfällig für äußere Reizüberflutung und Konsumdruck.

Selbstfürsorge bedeutet nicht, immer neue Methoden auszuprobieren.Sie bedeutet, sich an das Wesentliche zu erinnern und es so in den Alltag zu integrieren, dass es zum heutigen Leben passt. Vielleicht heißt das auch, auf manches zu verzichten – zugunsten von Ruhe, Muße und Zeit für sich selbst.

Manche Menschen finden Entlastung im Gehen und Sprechen, andere in stiller Zuwendung. Beides können Wege sein, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.


Wenn Sie sich für weitere Impulse zur Lebenspflege und Selbstfürsorge interessieren, lade ich Sie herzlich ein, meine monatliche Infopost für Lebens- und Gesundheitspflege zu abonnieren.

Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und Anregung zur Selbstfürsorge. Er ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten besprechen Sie Veränderungen bitte mit Ihrer behandelnden Fachperson.


Gerne beantworte ich Ihre Fragen oder begleite Sie ein Stück auf Ihrem Lebensweg. Eine Übersicht über mein Angebot finden Sie hier


 
 
 

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