Selbstfürsorge – sich dem eigenen Körper wieder zuwenden
- Jutta Scharrenbroich

- 2. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Jan.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres – oder nach einer anstrengenden Zeit – spüren viele Menschen den Wunsch, wieder mehr bei sich anzukommen. Müdigkeit, innere Unruhe oder das Gefühl, „nicht richtig im eigenen Körper zu sein“, sind oft leise Hinweise darauf, dass etwas nach Zuwendung ruft.
Selbstfürsorge beginnt dabei nicht mit großen Vorsätzen oder strengen Plänen. Sie beginnt oft viel stiller: mit dem Innehalten, dem Lauschen und der Bereitschaft, dem eigenen Körper wieder Aufmerksamkeit zu schenken.
Nicht alles muss sofort gelöst werden. Manches möchte zuerst wahrgenommen werden.
Was Selbstfürsorge nicht ist
Selbstfürsorge ist kein weiteres Projekt, das es zu optimieren gilt. Sie bedeutet nicht, noch disziplinierter zu sein oder dem Körper etwas „abzuverlangen“.
Selbstfürsorge heißt vielmehr:
sich Zeit zu nehmen
Signale ernst zu nehmen
die eigenen Grenzen zu achten
und Antworten nicht zu erzwingen
Manchmal zeigt sich Selbstfürsorge ganz praktisch – etwa durch mehr Ruhe, Bewegung, Natur oder bewusste Vereinfachung im Alltag.
Unser Körper spricht ständig mit uns: über Müdigkeit, Hunger, Spannungen, Schlaf oder Verdauung. Diese Signale sind keine Störungen, sondern Hinweise.
Wenn wir beginnen, ihnen zuzuhören, verändert sich oft schon etwas. Nicht, weil wir eingreifen, sondern weil wir in Beziehung gehen.
Viele Menschen empfinden es als wohltuend, ihrem Körper für eine gewisse Zeit mehr Aufmerksamkeit zu schenken – etwa durch einfache, überschaubare Rituale oder eine bewusstere Gestaltung des Alltags.
Zeiten bewusster Einfachheit
Manche Menschen entscheiden sich in solchen Phasen für eine Zeit der Vereinfachung: weniger Reize, mehr Fülle, klarere Strukturen.
Dazu kann gehören:
eine reduzierte, pflanzenbetonte Ernährung
regelmäßige Zeiten der Ruhe
bewusste Pausen im Tagesrhythmus
Solche Zeiten sind kein Muss und kein Rezept – sondern eine Einladung, den eigenen Körper wieder besser zu spüren.
Die Stoffwechselkur als begleiteter Erfahrungsraum
Eine Möglichkeit, die von manchen Menschen als unterstützend erlebt wird, ist eine zeitlich begrenzte Stoffwechselkur mit Heilpflanzensäften. Dabei geht es nicht um Leistung, Reinigung oder schnelle Ergebnisse, sondern um Achtsamkeit und Vereinfachung.
In der naturheilkundlichen Tradition werden dafür unter anderem Pflanzen wie Löwenzahn, Artischocke, Schwarzrettich oder Brennnessel genutzt – oft in Form von Säften aus frischen Pflanzen.
Wichtig ist dabei:
aufmerksam zu bleiben
auf den eigenen Körper zu hören
Pausen einzulegen
und sich nicht zu überfordern
Nicht jede Form der Selbstfürsorge passt für jeden Menschen – und nicht jede Zeit ist dafür geeignet.
Selbstfürsorge braucht keine Strenge. Sie braucht mitfühlende Beziehung – zu sich selbst und manchmal auch zu einem Gegenüber, das zuhört, wahrnimmt und Raum hält.
In meiner Begleitung geht es nicht um Vorgaben, sondern um:
Wahrnehmen
Entlasten
Ordnen
und darum, wieder Vertrauen in den eigenen Rhythmus zu finden
Alles darf in Ihrem Tempo geschehen.
Ein leiser Abschluss
Selbstfürsorge beginnt nicht spektakulär. Manchmal beginnt sie mit einem einzigen Moment der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.
Sie müssen nichts leisten, um sich Zuwendung zu erlauben. Sie dürfen einfach beginnen.
Wenn Sie sich für weitere Impulse zur Lebenspflege und Selbstfürsorge interessieren, lade ich Sie herzlich ein, meine monatliche Infopost für Lebens- und Gesundheitspflege zu abonnieren.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und Anregung zur Selbstfürsorge. Er ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten besprechen Sie Veränderungen bitte mit Ihrer behandelnden Fachperson.



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