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Lebenspflege: Was ein Garten, eine Gießkanne und unser Leben miteinander zu tun haben

30. Aug.
2 Min. Lesezeit

Üppiges Gartenbeet mit rosafarbenem und weißem Fingerhut in voller Blüte
Was regelmäßig gepflegt, beachtet und wertgeschätzt wird, darf wachsen und gedeihen.

In meinem Garten pflanze ich diejenigen Pflanzen, die mich erfreuen und nähren. Je nach Bodenbeschaffenheit und Lichteinfall wähle ich die geeigneten Pflanzen aus, bereite den Boden vor, säe oder setze die Pflanzen und gebe ihnen auch ausreichend Platz.

Jeden Tag schaue ich mir meinen Garten liebevoll an. Wächst etwas, das meine Blumen und Gemüsepflanzen bedrängt, jäte ich. Manches sogenannte Unkraut ist mir willkommen, darf aber nicht zu viel Raum einnehmen.


Es ist ein stetes Beobachten, Hineinspüren:

Was braucht mein Garten?

Was kann ich den Pflanzen Gutes tun?

Es ist wie ein leises Gespräch.

Ich rieche, ich sehe, staune, schmecke und bekomme so eine sichere Wahrnehmung für das, was ist, und eine Idee für das, was hilfreich sein kann.


Eine Gießkanne ist mein regelmäßig benutztes Arbeitsgerät. Sie steht gleich neben der Regentonne. Jeden Tag versorge ich meine Pflanzen mit der Gießkanne mit so viel Wasser, wie sie brauchen. Das ist mal mehr, mal weniger. Die Pflanzen lassen es mich wissen.

Ich frage, schaue und sie antworten, zeigen es mir.


Die Gießkanne erlaubt mir zweierlei: Ich kann gleichmäßig alles gießen, und ich kann gezielt mehr oder weniger wässern. Sie steht immer gefüllt bereit zum Einsatz, so wie ich jeden Tag bereit bin, mit ihr zu gießen.


Und was hat das jetzt mit der Lebenspflege zu tun?


Die ruhige, wiederkehrende Tätigkeit ist mir zu einer liebgewordenen Regel geworden.

Sie schult meine Wahrnehmungsfähigkeit, meine Bereitschaft zu dienen und erfüllt mich mit Zufriedenheit und Freude.

Selbst dann, wenn einige Pflanzen weniger gut gedeihen oder von Schnecken und Rehen zum Fressen liebgehalten werden, lasse ich mich nicht entmutigen. Neue Überlegungen entstehen. Mein Verständnis für Zusammenhänge entwickelt sich und mir kommen Pflanzen in den Sinn, die den Schnecken und Rehen weniger gut schmecken.

Ich finde eine friedliche Lösung durch eine neue Wahl.


So ist es auch im Leben.

Ich überlege bewusst, was ich in mein Leben bzw. Lebensgarten einladen möchte. Dasjenige, das ungebeten kommt, wird betrachtet und ich entscheide, ob es mir guttut oder nicht. Ist Letzteres der Fall, darf es wieder gehen.


Auch möchte ich meinem Lebensgarten ein regelmäßiges Angebot an Lebenswasser und Seelennahrung geben, damit er gedeihen kann.

Daher achte ich nicht nur auf regelmäßige Mahlzeiten und Wasser, sondern auch auf genügend Schlaf, Bewegung, Arbeit, die ich liebe, Alleinsein und in Gesellschaft sein und Gebet – in einem Rhythmus, der sich an Tag, Nacht, den Jahreszeiten und meinem persönlichen Wohlbefinden orientiert.

So wie ich in meinem Garten zu jeder Jahreszeit Freude und Dankbarkeit erfahren kann, so kann es auch bei entsprechender Pflege in meinem Leben sein.

Und kommt mal ein Unwetter oder eine Durststrecke, so erinnere ich mich, dass alles im Wechsel kommt und geht.


Was regelmäßig gepflegt, beachtet und wertgeschätzt wird, muss nicht erst gerettet werden.



Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und Anregung zur Selbstfürsorge. Er ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten besprechen Sie Veränderungen bitte mit der behandelnden Fachperson.




Wenn Sie sich für weitere Impulse zur Lebenspflege und Selbstfürsorge interessieren, lade ich Sie herzlich ein, meine monatliche Infopost für Lebens- und Gesundheitspflege zu abonnieren.


 
 
 

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