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  • Jutta Scharrenbroich

Wiesenpflaster und Hustenmittel


Der Spitzwegerich hat den zutreffenden Beinamen "Wiesenpflaster" erhalten.

Seine Blätter haben folgende Heilwirkung, innerlich wie äußerlich:

  • antibiotisch

  • abschwellend

  • entzündungshemmend

  • schmerz- und juckreizlindernd

  • blutstillend

Die Bezeichnung "Wiesenpflaster" ist abgeleitet von seiner seit Jahrhunderten bewährten Verwendung als Erste Hilfe - Wundverband. Der Spitzwegerich wächst in unseren Breiten vom Frühjahr bis zum Herbst an Wegesrändern und auf Wiesen. Wer juckende Insektenstiche oder Quaddeln von Brennnesseln hat, kann sich mit ein paar zerriebenen Blättern des Spitzwegerichs ein wirksames Wundpflaster herstellen und an Ort und Stelle auflegen. Die so hergestellte Wundauflage ist auch hilfreich bei Fußblasen und anderen kleineren Verletzungen.

Innerlich als Teeaufguß oder Sirup lindert der Spitzwegerich Erkrankungen der Atemwege sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Er ist eines der besten Hustenmittel aufgrund seiner günstigen Wirkstoffkombinationen. Besonders seine reizlindernde und hustenhemmende Eigenschaft prädestiniert ihn speziell für die Anwendung bei Kindern!

Honigmedizin einfach, lecker und schnell zubereitet: Dazu die frischen oder getrockneten Blätter fein gehackt und gemörster mit Honig bedecken, einige Minuten ziehen lassen und dann teelöffelweise einnehmen, langsam auf der Zunge zergehen lassen.


Hustensirup auf Vorrat geht so: frisch gesammelte Spitzwegerichblätter lagenweise in ein Einweckglas schichten im Wechsel mit Honig, 3 Wochen dunkle und kühl ruhen lassen danach abfiltrieren. Der Sirup hält bis zu einem Jahr und kann im Bedarfsfall 3 - 4 mal täglich teelöffelweise eingenommen werden.


Als fertige Arznei ist der Pflanzenfrischsaft aus Spitzwegerich zu erwähnen, den Sie im Reformhaus erwerben können.


Quelle: Praxislehrbuch moderne Heilpflanzenkunde von Ursel Bühring

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