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  • Jutta Scharrenbroich

Eine grüne Meeresschildkröte


Vielleicht haben Sie schon mal von der Geschichte der „grünen Meeresschildkröte“ im Buch „Das

Cafe am Rande der Welt“ gehört oder gelesen.

Die Erzählerin beschreibt ihre Beobachtung einer grünen Meeresschildkröte bei einem

Schnorchelausflug im Meer. Sie ist anfangs fasziniert und frustriert zugleich darüber, dass eine Meeresschildkröte schneller ist als sie selbst. Durch eingehende Beobachtung macht sie schließlich eine bedeutende Entdeckung: die Meeresschildkröte paddelt nur dann mit ihren Gliedmaßen, wenn die Meeresströmung sie in ihrer Richtung unterstützt. Bei entgegenkommenden Wellen verhält sie sich passiv. Durch dieses kluge Verhalten ist sie in der Lage, der Erzählerin davon zu schwimmen obwohl diese permanent und bis zur Erschöpfung schwimmt.

Wie oft im Leben rackern wir uns ab, wollen mit aller Macht ein bestimmtes Ziel erreichen,

Projekte umsetzen usw. Je mehr Widerstände sich auftun, desto angestrengter und mühevoller ist der Weg. Sinnvolle Unterbrechungen beugen der drohenden Erschöpfung vor, erlauben sich umzuschauen und evt. Unterstützung anzunehmen, wo man es vorher nicht für möglich gehalten hat. Das sind die unterstützenden Strömungen, die schwungvoll weiterhelfen.

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